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Survivaltarzan – Comicfigur als Sinnbild für Survival-Klischees

So wie unseren Survival-Tarzan auf dem Bild stellen sich viele ein Survivaltraining vor – Doch die Realität sieht anders aus.

Wer sich mit dem Gedanken trägt, einen Survival-Kurs zu besuchen, steht oft vor der Frage: Könnte mir das wirklich im Notfall helfen, oder ist das bloß ein schöner Zeitvertreib? Kritiker werfen gerne in den Raum, dass solche Kurse für den normalen Alltag unnötig sind. Schließlich, so die Argumentation, wird kaum jemand plötzlich im Wald stranden und ums Überleben kämpfen müssen, so wie unser Survival-Tarzan hier!

Doch wenn wir uns ansehen, dass allein die Bergwacht in Bayern im Jahr 2025 mehr als 3.500 Einsätze absolvieren musste, scheint es doch nicht so abwegig sich auf seine Abenteuer in der Natur sorgfältig vorzubereiten. Etwa 10 % davon entfielen auf unverletzte Personen, die in Bergnot geraten sind – also Fälle, bei denen Menschen nicht unbedingt verletzt, aber plötzlich nicht mehr weiterkamen oder sich verlaufen haben könnten.

Quelle: Bergwacht Bayern

Und selbst im vermeintlich „harmlosen Flachland“ ist man erstaunt wie oft Menschen in Not geraten.

Die DRK-Bereitschaft Clausthal-Zellerfeld hat 122 Einsätze (gesamt) für 2025 ausgewiesen, davon werden 64 als Bergrettungseinsätze geführt — das umfasst viele Geländerettungen, unwegsame Rettungen, medizinische Versorgung im Gelände etc.

Quelle: DRK Clausthal-Zellerfeld

Typische Kritik an Survival-Kursen

Ein beliebtes Argument von Kritikern gegenüber Survival-Kursen ist, dass es ja schließlich jede Menge Tutorials im Internet gibt, die man bequem von zu Hause aus schauen kann und die außerdem kostenlos sind.

Aber genau hier setzen die Vorteile eines realen Kurses an. Ein Survival-Kurs bietet nämlich weit mehr als nur Theorie: Hier kannst du unter Anleitung echte praktische Erfahrungen sammeln, die im Ernstfall wirklich hilfreich sein können. Ob es darum geht, eine Verletzung auf einer Wanderung zu versorgen, eine Notunterkunft zu bauen, mit einer Autopanne in abgelegener Gegend klarzukommen oder sich einfach auf unvorhergesehene Krisensituationen vorzubereiten – all das lernt man nicht aus einem Video, sondern vor Ort.
Denn eines ist klar:

Die Realität als Spielverderber – warum Theorie allein nicht ausreicht

Tatsächlich hatten wir schon öfter Teilnehmer bei unseren Kursen, die noch nie in ihrem Leben tatsächlich draußen geschlafen hatten. In den USA (und wahrscheinlich nicht nur dort) gibt es z.B. Regionen in denen Kinder in ihrem ganzen Leben noch nie über ungeteerte Flächen gelaufen sind.

Das sind Eindrücke die man im besten Fall vor einem Notfall gemacht haben sollte. So wie ein Teilnehmer, der sich in Dänemark allein im Wald verlaufen hatte und sich erst danach entschloss, ein Survival-Training zu absolvieren. Da wäre die umgekehrte Reihenfolge besser und für ihn garantiert entspannter gewesen. Jetzt mag das Laufen im Wald über ungeteerte Straßen für uns noch keine große Herausforderung sein, aber das Schlafen im Wald ist da schon eine andere Hausnummer. Ungewohnte Temperatur, unbekannte Geräusche in der Nacht, ein enger Schlafsack, eine harte Schlafunterlage, unerwartete Besucher im Schlafsack oder auf dem Gesicht … die sich fragen wer da auf ihrem Weg liegt.
Um auf das obige Bild zurück zu kommen: Wir machen kein Extremtraining, sondern versuchen ein realistisches Bild einer Notlage bei einer Wanderung im Gelände abzubilden.

Im Schlafsack bekommt man gerne mal Gesellschaft

Es ist nicht selten, dass Teilnehmer ohne jegliche Erfahrung dann sehr wenig bis gar keinen Schlaf finden. Allein der neuen Eindrücke wegen. All das kann uns in einer echten Notlage wertvolle Energie kosten, daher ist es super, wenn ich mir denken kann: „Okay das wird jetzt vielleicht ungemütlich, aber ich habe das schon einmal geschafft. Das ist kein Hexenwerk“. Zudem kann man die Fehler die man (hoffentlich!) beim Kurs begangen hat vermeiden und wahrscheinlich sogar besser schlafen als beim ersten Mal. Gerade für absolute Anfänger sind unsere Kurse von daher in meinen Augen extrem hilfreich!

In unseren Survival-Kursen – vom zweitägigen Einstieg bis zum dreitägigen Bushcraftkurs – vermitteln wir diese Grundlagen praxisnah, realistisch und einsteigerfreundlich.

Ähnliches gilt z.B. für das Feuer machen. Auch hier gibt es (Physikalische) Regeln und Standards die man am eigenen Leib erfahren haben muss, um die Lage und eigenen Fähigkeiten einschätzen zu können.

Was im Notfall wirklich hilft

Wie erwähnt ist es egal ob man nun einen Bushcraftkurs über mehrere Tage macht in welchem man tatsächlich schon tiefer in die Materie eintaucht oder ein eintägiges Outdoortraining welches z.B. eine Autopanne simuliert. Wichtig sind die Grundlagen zu kennen und meistern zu können. Das betrifft natürlich auch die essentiellen Bereiche „Wasser aufbereiten“ und „Navigation mit Karte und Kompass“. Gerade für einen Survival-Kurs für Anfänger sind diese Erfahrungen besonders wertvoll wenn der Handyakku dann doch schneller als erwartet leer ist.

Kurzum: Die Sehnsucht sich wieder mehr mit dem „Draußen“ zu beschäftigen lockt immer mehr Menschen in die Natur, was wir an den obigen Zahlen der Rettungseinsätze gesehen haben. Durch unsere durchorganisierte, hochtechnisierten Welt haben wir aber leider in Teilen den Respekt vor den Gefahren des „draußen Lebens“ verloren.

Selbst für die leider immer notwendiger erscheinende Krisenvorbereitung sind solche Kurse extrem hilfreich. Wer die Grundlagen eines Survival-Kurses verinnerlicht hat, ist i.d.R. auch bei etwaiger Krisenvorbereitung gut aufgestellt.

Vorbereitung statt Angst vor der Natur

Daher ist es in meinen Augen ratsam sich angemessen vorzubereiten. Dazu braucht es nicht viel – und genau diese Grundlagen kannst du in unseren Survival-Kursen praxisnah erlernen. Wenn Ihr dann noch motiviert seid das gelernte regelmäßig zu üben, steht einem sicheren Abenteuer in der Natur nichts im Wege.

Und seien wir ehrlich: Es macht auch einfach Spaß, mal rauszukommen und etwas völlig Neues zu lernen, was man im Alltag nicht unbedingt braucht.

Wer jetzt Lust bekommen hat, sich selbst einmal im Survival-Training auszuprobieren, ist herzlich eingeladen, sich unsere Kurse anzusehen.

Survival-Training bei Kienspan und Kompass

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